Abdullah Ibrahim

Künstler 1934–2026 Bezug zu Kapstadt

Geboren 1934 in Kapstadt als Adolph Johannes Brand, wuchs er in Kensington auf und lernte Marabi, Langarm und amerikanischen Jazz, bevor er 1959 die Jazz Epistles mitgründete. Anfang der 1960er Jahre verließ er Südafrika, nahm auf Drängen von Duke Ellington in Paris auf und kehrte zurück, um 1974 „Mannenberg“ einzuspielen. Er starb im Juni 2026 im Alter von 91 Jahren.

Verbindungen

war aktiv in

  • apartheid era (1976) nach dem Aufstand von Soweto bekannte er sich zum ANC

steht in Verbindung mit

  • District Six im Carnegie Recital Hall beschrieb er, wie er sich hindurchspielte

wurde geboren in

  • Cape Town (1934) geboren als Adolph Johannes Brand

arbeitete mit

gehört zum Genre

beeinflusste

  • Hotep Idris Galeta Galeta ging als junger Kapstädter Pianist in seine Fußstapfen
  • Kyle Shepherd Shepherd folgt Ibrahim und arbeitet dieselben Quellen neu durch

lebte in

war Mitglied von

nahm auf

wurde unterrichtet von

  • Kippie Moeketsi Moeketsis eigene Aussage, und Ibrahim schreibt ihm Monk zu

schrieb

  • Mannenberg (1974) als Komponist geführt, obwohl es als Improvisation begann

Wussten Sie schon?

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Die Platte schreibt Mannenberg, das Township Manenberg. Die geprüften Darstellungen erklären das dritte n nicht.

Abdullah Ibrahims Stück von 1974 schreibt sich mit drei n. Das Township in den Cape Flats, nach dem es benannt ist, hat zwei. Die veröffentlichten Darstellungen erklären das Stück, den zusätzlichen Buchstaben aber nicht.

Musik Manenberg 1974 Kapstadt

Quelle: SAHA Sunday Times Heritage Project: Mannenberg · Africa Is a Country: How Rashid Vally showed us the way

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Eines der bekanntesten Jazzstücke Kapstadts entstand im Juni 1974 bei einer Session in der Stadt.

Abdullah Ibrahim nahm „Mannenberg“ im Juni 1974 in Kapstadt auf, mit Basil Coetzee, Robbie Jansen, Morris Goldberg und Monty Weber. Produziert hat es Rashid Vally für das Label As-Shams.

Musik Manenberg 1974 Kapstadt

Quelle: SAHA Sunday Times Heritage Project: Mannenberg · Africa Is a Country: How Rashid Vally showed us the way

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Wussten Sie schon?

Basil Coetzee wurde in District Six geboren und trug den Namen des Ortes, in den man ihn umsiedelte.

Der Saxofonist von „Mannenberg“ kam 1944 in District Six zur Welt. 1969 wurde seine Familie nach dem Group Areas Act nach Manenberg umgesiedelt, und der Name des Townships wurde sein eigener.

Musik District Six 1944–1998 Kapstadt

Quelle: South African History Online: Basil Coetzee · Wikipedia: Basil Coetzee

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Einer Darstellung zufolge verkaufte Rashid Vally 5.000 Platten in einer Woche: über die Lautsprecher seines Ladens.

Das Radio spielte es nicht, die großen Labels wollten nicht, also stellte Rashid Vally „Mannenberg“ über Lautsprecher vor seinen Plattenladen Kohinoor. Africa Is a Country berichtet, er habe in der ersten Woche 5.000 Stück verkauft.

Musik 1974 Kapstadt

Quelle: Africa Is a Country: How Rashid Vally showed us the way · SAHA Sunday Times Heritage Project: Mannenberg

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Für den UWC-Forscher Valmont Layne steht der Goema-Beat im Zentrum der Kapstädter Musik, auch des Jazz.

Cape Jazz entstand ab den späten 1950er Jahren in Kapstadt. Valmont Layne von der University of the Western Cape, der über Goema promovierte, nennt es die rhythmische Essenz des kollektiven Lebens der Armen und verweist auf die Verbindungen zum Cape Jazz.

Musik District Six 1959 Kapstadt

Quelle: Denis-Constant Martin: Sounding the Cape (African Minds, 2013), p. 353 · University of the Western Cape: Art activist Layne probes goema music for his doctorate

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Der Beat steckte im Schlagzeug des Kapstädter Jazz, bevor irgendwer ihn dort hineinsetzen wollte.

Martin schreibt, der Ghoema-Beat, der Karnevalsrhythmus vom Kap, habe das Spiel der Kapstädter Jazzschlagzeuger schon durchdrungen, bevor er in Fusionen und im Cape Jazz ausdrücklich eingesetzt wurde, und er sei mit dem Vastrap von Boeremusiek und Langarm eng verwandt.

Musik Cape Town Kapstadt

Quelle: Denis-Constant Martin, Sounding the Cape: Music, Identity and Politics in South Africa (African Minds, 2013) · University of the Western Cape: Art activist Layne probes goema music for his doctorate

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Das Stück wurde zur Hymne des Widerstands, weil zwei Saxofonisten es auf Kundgebungen immer wieder spielten.

Mason argumentiert, Basil Coetzee und Robbie Jansen hätten aus dem Hit von 1974 eine Hymne gemacht, indem sie ihn in den 1980er Jahren ins Zentrum von Kundgebungen und Benefizkonzerten stellten, darunter das Jugendfestival zum landesweiten Start der UDF im August 1983.

Musik Cape Town 1983–1990 Kapstadt

Quelle: John Edwin Mason, "Mannenberg": Notes on the Making of an Icon and Anthem, African Studies Quarterly 9(4), 2007 · South African History Online: Basil Coetzee

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Das Stück hätte fast „Mrs. Williams from Mannenberg“ geheißen, nach einer Frau aus dem Township.

John Edwin Mason berichtet, der Titel gehe darauf zurück, dass Morris Goldberg einen Besuch bei Gladys Williams erwähnte, der früheren Haushälterin seiner Familie in Manenberg. Rashid Vally wählte einen verkäuflicheren Albumtitel, doch Williams' Foto kam auf die Hülle.

Musik Manenberg 1974 Kapstadt

Quelle: John Edwin Mason, "Mannenberg": Notes on the Making of an Icon and Anthem, African Studies Quarterly 9(4), 2007 · As-Shams / The Sun Records: About

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Rashid Vally konnte einen Hit dieser Größe nicht vertreiben, also ging er zu Gallo. 43.000 Stück in sieben Monaten.

Mason berichtet, Vally habe nach dem Erfolg eingeräumt, ihm fehle die Finanzkraft für einen landesweiten Vertrieb, und einen Vertrag mit Gallo Records geschlossen. Binnen sieben Monaten nach Erscheinen wurden in Südafrika 43.000 Stück verkauft.

Musik 1974–1975 Landesweit

Quelle: John Edwin Mason, "Mannenberg": Notes on the Making of an Icon and Anthem, African Studies Quarterly 9(4), 2007 · As-Shams / The Sun Records: About

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Wussten Sie schon?

Manche Musiker aus Johannesburg hörten darin eine ältere Melodie des Mbaqanga, der Township-Musik, und sagten es jahrzehntelang.

Mason merkt an, die Melodie ähnele stark „Jackpot“, das der Saxofonist Zacks Nkosi um 1960 aufnahm, und berichtet, die Sunday Times habe 2006 geschrieben, Nkosi und sein Sohn hielten „Mannenberg“ für daraus entnommen. Mason selbst weist den Vorwurf der Kopie zurück.

Musik 1960–2006 Darstellungen gehen auseinander Landesweit

Quelle: John Edwin Mason, "Mannenberg": Notes on the Making of an Icon and Anthem, African Studies Quarterly 9(4), 2007

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Hören Sie die Musik selbst

Quellen für diese Verbindungen

  1. African Minds: Denis-Constant Martin, Sounding the Cape (2013)
  2. African Studies Quarterly: John Edwin Mason, Mannenberg, Notes on the Making of an Icon and Anthem (2007)
  3. Bizcommunity: Abdullah Ibrahim, South African pianist and anti-apartheid champion, dies at 91
  4. Mail and Guardian: Jazz singer Sathima Bea Benjamin dead at 76
  5. SAHA Sunday Times Heritage Project: Mannenberg
  6. South African History Online: Abdullah Ibrahim
  7. South African History Online: Biography of Johnny Mbizo Dyani by Brandon Norman
  8. South African History Online: Zimasile Ngqawana
  9. Wikipedia: Abdullah Ibrahim
  10. Wikipedia: Errol Dyers
  11. Wikipedia: Kippie Moeketsi

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