Goema

Genre Bezug zu Kapstadt

Zugleich eine Trommel und ein Beat. Die Trommel ist ein einfelliges Instrument, gebaut wie ein kleines Weinfass, dessen Namen das Dictionary of South African English über das Afrikaans auf ein dialektales malaiisches Wort zurückführt. Der Beat durchzieht den Karneval, die Malay Choirs, die Wettbewerbschöre der muslimischen Gemeinschaft am Kap, und die Tanzkapellen, und in den 1980er Jahren nahmen die Genuines den Namen für ihre eigene Musik.

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  • Cape jazz der Goema-Beat ist die Zutat, die ihn lokal macht
  • Langarm der Goema-Beat liegt sehr nah am Vastrap des Langarm

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Die Goema-Trommel benannte ein Kapstädter Genre. Das Wörterbuch führt das Wort aufs Malaiische zurück, nicht auf ngoma.

Goema ist eine fassförmige Handtrommel und zugleich die Kapstädter Musik auf ihrem Beat. Das Dictionary of South African English führt das Wort wahrscheinlich auf ein dialektales malaiisches Wort zurück, das mit gong verwandt ist.

Musik Cape Town Kapstadt

Quelle: Dictionary of South African English: ghomma · Wikipedia: Cape jazz

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1862 tourten amerikanische Minstrel-Truppen durch Kapstadt, und der hiesige Umzug borgte sich ihr Aussehen.

Amerikanische Minstrel-Kompanien brachten 1862 die Blackface-Minstrelsy nach Kapstadt, und örtliche Künstler machten daraus, was zu den Kaapse Klopse wurde. Welche Truppe zuerst da war, ist ungeklärt.

Traditionen Cape Town 1862 Kapstadt

Quelle: ESAT: Minstrels · South African History Online: The Cape Minstrels, Origins and Evolution of Tweede Nuwe Jaar in the Cape

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Für den UWC-Forscher Valmont Layne steht der Goema-Beat im Zentrum der Kapstädter Musik, auch des Jazz.

Cape Jazz entstand ab den späten 1950er Jahren in Kapstadt. Valmont Layne von der University of the Western Cape, der über Goema promovierte, nennt es die rhythmische Essenz des kollektiven Lebens der Armen und verweist auf die Verbindungen zum Cape Jazz.

Musik District Six 1959 Kapstadt

Quelle: Denis-Constant Martin: Sounding the Cape (African Minds, 2013), p. 353 · University of the Western Cape: Art activist Layne probes goema music for his doctorate

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Der Beat steckte im Schlagzeug des Kapstädter Jazz, bevor irgendwer ihn dort hineinsetzen wollte.

Martin schreibt, der Ghoema-Beat, der Karnevalsrhythmus vom Kap, habe das Spiel der Kapstädter Jazzschlagzeuger schon durchdrungen, bevor er in Fusionen und im Cape Jazz ausdrücklich eingesetzt wurde, und er sei mit dem Vastrap von Boeremusiek und Langarm eng verwandt.

Musik Cape Town Kapstadt

Quelle: Denis-Constant Martin, Sounding the Cape: Music, Identity and Politics in South Africa (African Minds, 2013) · University of the Western Cape: Art activist Layne probes goema music for his doctorate

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Die Trommel ist gebaut wie ein Weinfass, aus Dauben und Reifen, von Menschen, die oft als Küfer arbeiteten.

Denis-Constant Martin beschreibt die Goema, die Trommel des Kapkarnevals, als einfellige Holztrommel aus Dauben mit Metallreifen, gebaut in einem Weinland aus Material, an das versklavte Menschen kamen. Kirby nannte sie 1939 ein kleines Fass mit aufgenageltem Fell.

Musik Cape Town Kapstadt

Quelle: Denis-Constant Martin, Sounding the Cape: Music, Identity and Politics in South Africa (African Minds, 2013) · Dictionary of South African English: ghomma

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Groove aus dem Marabi, der Township-Tanzmusik, ein Takt wie Ticky-draai, Saxofone, Jazz darunter: Mason zählt die Teile auf.

Mason zerlegt das Stück in vertraute lokale Zutaten: einen Marabi-Groove, einen Takt nahe am Ticky-draai oder an einer trägen Ghoema, der Karnevalstrommel, Saxofone im Klang des Langarm, der Tanzorchestermusik, und darunter eine Jazz-Ästhetik.

Musik 1974 Kapstadt

Quelle: John Edwin Mason, "Mannenberg": Notes on the Making of an Icon and Anthem, African Studies Quarterly 9(4), 2007 · Denis-Constant Martin, Sounding the Cape: Music, Identity and Politics in South Africa (African Minds, 2013)

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Die Truppen ziehen nicht nur auf. Sie treten in benannten Liedkategorien an, und die Kategorien haben Jahreszahlen.

Martin hält fest, dass Afrikaans-Moppies, komische Lieder auf dem Ghoema-Beat, 1949 in die Karnevalswettbewerbe eingeführt wurden und Nederlandsliedjies, die Lieder niederländischer Herkunft, um 1957 ein voller Wettbewerbsteil bei den Malay Choirs wurden.

Traditionen Cape Town 1949–1957 Kapstadt

Quelle: Denis-Constant Martin, Sounding the Cape: Music, Identity and Politics in South Africa (African Minds, 2013)

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Die Genuines nannten ihren jazzigen Rock Ghoema, und das Wörterbuch verzeichnet das heute als eigene Bedeutung.

Martin schreibt, die Genuines um Mac McKenzie, mit Hilton Schilder und oft Robbie Jansen, nannten ihre Musik Ghoema und nahmen 1987 Mr Mac and the Genuines für Shifty Records auf. Das Dictionary of South African English führt diesen Stil der 1980er als zweite Wortbedeutung.

Musik 1987 Kapstadt

Quelle: Denis-Constant Martin, Sounding the Cape: Music, Identity and Politics in South Africa (African Minds, 2013) · Dictionary of South African English: ghomma

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Die komischen Wettbewerbslieder des Karnevals haben einen älteren Namen: Ghoemaliedjies, Trommellieder mit spitzen Texten.

Martin beschreibt die Afrikaans-Moppies, komische Lieder und einer der beliebtesten Beiträge in den Wettbewerben der Klopse und der Malay Choirs, als Nachfahren der Ghoemaliedjies: Tanzlieder zur Trommel, auf der Straße und bei Picknicks gesungen, meist bissig gegen Obrigkeiten.

Musik Cape Town 1949 Kapstadt

Quelle: Denis-Constant Martin, Sounding the Cape: Music, Identity and Politics in South Africa (African Minds, 2013)

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Satin, Farbe, kreisende Schirme und geworfene Spazierstöcke: Das Aussehen gehört zum Auftritt.

AFP beschrieb die Auftretenden beim Umzug im Januar 2026 in leuchtenden Satinkostümen, viele mit kreisenden Schirmen und geworfenen Spazierstöcken, dazu Blaskapellen, Goema-Trommler und Banjos. Martin hält fest, dass Truppen seit dem 19. Jahrhundert um Kostüme konkurrieren.

Traditionen Cape Town Kapstadt

Stand: 19 September 2026. Quelle: AFP: Thousands attend annual minstrel parade in South Africa's Cape Town · Daily Maverick: Tweede Nuwe Jaar parade goes ahead despite last-minute court battle

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Die früheste Beschreibung einer von versklavten Menschen am Kap gespielten Trommel stammt von 1820.

Martin verweist auf Percival Kirby für die erste Erwähnung einer Trommel, die versklavte Menschen in der Kapkolonie spielten, datiert auf 1820 und beschrieben als ausgehöhlter Baumstamm, an einem Ende mit ungegerbtem Schaffell bespannt.

Musik Cape Town 1820 Westkap

Quelle: Denis-Constant Martin, Sounding the Cape: Music, Identity and Politics in South Africa (African Minds, 2013)

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Eine Trommel bekam ihr eigenes Musical: Ghoema kam im November 2005 am Baxter heraus.

Das Musical Ghoema von David Kramer und Taliep Petersen lief vom 11. November 2005 bis zum 7. Januar 2006 am Baxter Theatre. Es nutzt die Trommel als Zugang zur Musikgeschichte des Kaps und zum Sklavenhandel dahinter.

Musik Baxter Theatre 2005–2006 Kapstadt

Quelle: Encyclopaedia of South African Theatre, Film, Media and Performance: Ghoema · Dictionary of South African English: ghomma

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Quellen für diese Verbindungen

  1. African Minds: Denis-Constant Martin, Sounding the Cape (2013)
  2. Dictionary of South African English: ghomma
  3. Encyclopaedia of South African Theatre, Film, Media and Performance: Ghoema
  4. The Conversation: Valmont Layne, Goema superstar, how composer Mac McKenzie reshaped the sound of Cape Town
  5. Wikipedia: Errol Dyers

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