Ein Blech voller goldbrauner ovaler Koesisters, deren klebrige Oberfläche mit Kokosraspeln bestreut ist.
In Kapstadt zubereitete Koesisters. Foto: Tasneem J, CC BY 4.0, über Wikimedia Commons
Süßes

Koesisters

Auch bekannt als koe'sisters, koesiesters

Gewürzte Krapfen in Sirup und Kokosraspeln, die in vielen kapmalaiischen Familien zum Sonntagmorgen und einer Tasse Tee oder Kaffee gehören.

  • TraditionKapmalaiisch
  • Art des GerichtsSüßes
  • SaisonGanzjährig
  • AnlassSonntagmorgens zu Tee oder Kaffee und beim Iftar im Ramadan.
Die Geschichte

Die Kochbuchautorin Faldela Williams erinnerte sich, dass sie ihre Samstage damit verbrachte, Koesisters zu frittieren, weil ihre Großmutter sie verkaufte. Die weichen Hefekrapfen sind mit Anis, Zimt, Ingwer, Kardamom und getrockneter Naartjie-Schale gewürzt, werden nach dem Frittieren in Sirup getaucht und in Kokosraspeln gewälzt. Sie sind oval statt geflochten und weniger süß als der knusprige Koeksister, der eine ganz andere Süßigkeit ist.

In vielen kapmalaiischen Familien gehören sie zum Sonntagmorgen und werden warm mit Tee oder Kaffee gegessen; im Ramadan stehen sie auch beim Iftar auf dem Tisch.

Die Schreibweisen gehen auseinander, von Koesister über Koe'sister bis Koesiester. Igshaan Higgins, Kurator des Cape Muslim and Slave Heritage Museum, erzählt, versklavte Köchinnen und Köche hätten übrig gebliebenen Koeksister-Teig mit nach Hause genommen und um eigene Gewürze ergänzt. Es handelt sich allerdings um eine mündliche Überlieferung, die schriftliche Quellen nicht bestätigen.

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