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Wer sind die Casati-Brüder? Hast du das unglaubliche Red Bull King of the Air 2025 in Kapstadt gesehen?

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Dezember 7, 2025

Bildnachweis: Anonymous, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Kapstadt • Big Air Kiteboarding • Casati-Brüder

Wer sind die Casati-Brüder? Ein Blick ins Finale des Red Bull King of the Air 2025 in Kapstadt

Die Ausgabe 2025 von Red Bull King of the Air am Kite Beach in Bloubergstrand erzählte eine bemerkenswerte Geschichte: Zwei Brüder aus Italien, Lorenzo und Leonardo Casati, setzten sich in einem extrem starken Fahrerfeld durch und teilten sich am Ende das Podium der Open-Division mit dem Niederländer Cohan van Dijk. Lorenzo holte sich seinen zweiten King-of-the-Air-Titel, Leonardo wurde zum jüngsten Finalisten in der Geschichte des Events. Dieser Artikel erklärt, wer die Casati-Brüder sind, wie sie das Finale erreicht haben und was ihre Performances über die Entwicklung des Big-Air-Kiteboardings aussagen.

Kurzfassung: Red Bull King of the Air 2025 endete in der Open-Division mit einer rein italienischen Familiengeschichte. Lorenzo Casati sicherte sich seinen zweiten Titel in Kapstadt, vor seinem jüngeren Bruder Leonardo und dem Niederländer Cohan van Dijk. In der Women’s Division holte sich Nathalie Lambrecht ihren ersten King-of-the-Air-Titel – mit einer konstanten, technisch sauberen Performance im starken Südostwind.

Open-Sieger: Lorenzo Casati (Italien) Open-Zweiter: Leonardo Casati (Italien) Women’s-Siegerin: Nathalie Lambrecht (Schweden) Spot: Kite Beach, Bloubergstrand Wind: ca. 30–40 Knoten, starker Cape Doctor

Dies ist ein unabhängiges, redaktionelles Recap für ein Reise- und Kiteboarding-Publikum. Für offizielle Ranglisten, Heatscores, Formate und Sicherheitsanforderungen sollten die Leserinnen und Leser die Kanäle von Red Bull sowie das veröffentlichte Regelwerk des Events konsultieren.

1. Wer sind die Casati-Brüder?

Lorenzo und Leonardo Casati sind italienische Big-Air-Kiteboarder, deren schneller Aufstieg sie zu zentralen Figuren einer der anspruchsvollsten Disziplinen des Sports gemacht hat. Beide starten international und sind dafür bekannt, in starkem Wind technisch sehr komplexe Manöver zu versuchen.

Lorenzo, der Ältere der beiden, wurde 2005 in Como in Norditalien geboren – eine Region, die eher für ihren See und ihre Berglandschaft als für Brandung bekannt ist. Früher Kontakt mit Windsportarten auf dem Comer See legte das Fundament für seinen späteren Einstieg ins Kitesurfen. 2016 zog die Familie Casati nach El Médano auf Teneriffa (Kanarische Inseln), eine der windsichersten Destinationen Europas. Regelmäßige Passatwinde und Shorebreak boten den Brüdern dort ein nahezu tägliches Trainingsumfeld.

Ihr Vater, Renato Casati, gilt als einer der frühen Kitesurf-Pioniere in Italien. Dadurch hatten Lorenzo und Leonardo schon in jungen Jahren nicht nur Zugang zu Material, sondern auch zu strukturierter Anleitung. Ihre Entwicklung folgte einem Muster, das im modernen Kitesurfen häufig zu sehen ist: zunächst der Fokus auf Freestyle, gefolgt von einem allmählichen Wechsel zum Big Air, als diese Disziplin im internationalen Wettbewerb immer wichtiger wurde.

Lorenzos Wettkampfprofil gewann durch Ergebnisse bei großen europäischen Events an Gewicht, darunter Full Power Tarifa und nationale Meisterschaften. Sein Durchbruch gelang ihm 2022, als er Red Bull King of the Air in Kapstadt kurz nach seinem 17. Geburtstag gewann und damit der jüngste Champion in der Geschichte des Events wurde. Dieser Titel bestätigte ihn als eine der führenden Figuren im Big-Air-Kiteboarding.

Leonardo, einige Jahre jünger, entwickelte sich in einem leicht anderen Kontext. Er profitierte direkt vom Trainingsplan seines Bruders, von dessen Wettkampferfahrung und von dessen Material – was seine eigene Lernkurve deutlich beschleunigte. Als er 2025 bei King of the Air an den Start ging, galt er bereits als ernstzunehmender Titelkandidat, mit einem Stil, der von hohem Commitment, etwas lockereren Körperpositionen und einer großen Risikobereitschaft bei Starkwind geprägt ist.

2. Podium & Kurzüberblick: Finalergebnisse

Für Leserinnen und Leser, die vor allem an den Ergebnissen interessiert sind, fasst die folgende Tabelle die wichtigsten Podiumsplatzierungen in der Open- und Women’s-Division von Red Bull King of the Air 2025 zusammen.

📱↔️ Tipp: Dreh dein Handy ins Querformat, um die Tabelle komfortabler lesen zu können.
Division Platz Rider Land Warum das bemerkenswert ist
Open 1. Lorenzo Casati Italien Holte sich mit kontrolliertem, sehr hohem Riding im Starkwind seinen zweiten King-of-the-Air-Titel in Kapstadt.
Open 2. Leonardo Casati Italien Erreichte bei seinem King-of-the-Air-Debüt direkt das Finale und wurde der jüngste Finalist in der Geschichte des Events.
Open 3. Cohan van Dijk Niederlande Lieferte mit seinem typischen, kraftvollen Contest-Stil konstant Druck auf die Casati-Brüder im Finale.
Women 1. Nathalie Lambrecht Schweden Gewann ihren ersten King-of-the-Air-Titel mit konstanten, technisch präzisen Loops und einem der höchsten Punktetotale des Events in der Women’s-Division.
Women 2. Zara Hoogenraad Niederlande Landete in einer der knappsten Women’s-Finals überhaupt haarscharf hinter Lambrecht.
Women 3. Lana Herman Slowenien Rutschte über einen Nachrückerplatz ins Starterfeld und nutzte diese Chance direkt für ein Podiumsresultat.

Die exakten Heat-Totals und Trick-Scores können je nach Medium leicht variieren. Die meisten Berichte sehen Lorenzos Siegtotal irgendwo im mittleren 30-Punkte-Bereich, mit Leonardo nur wenige Punkte dahinter; Lambrechts Vorsprung auf Hoogenraad wird oft in Zehntelpunkten gemessen. Für verbindliche Zahlen ist die offizielle Ergebnisliste der Veranstalter die maßgebliche Referenz.

3. Das Familienfinale: rein italienisches Duell am Kite Beach

King of the Air gilt als Gradmesser für die Progression im Big-Air-Kiteboarding, doch 2025 kam eine seltene menschliche Komponente hinzu. Sobald beide Casati-Brüder die späteren Runden überstanden hatten und klar wurde, dass sie gemeinsam mit Cohan van Dijk im Finale stehen würden, verlagerte sich der Fokus: Weg vom klassischen Marken- und Ländervergleich hin zu einer direkten Konfrontation zwischen Geschwistern auf einer der sichtbarsten Bühnen des Sports.

Kontrastierende Profile in derselben Familie

Lorenzo ging als früherer King-of-the-Air-Champion ins Rennen – ein Rider, der die Erwartungen rund um Kapstadts Flaggschiff-Contest bereits kannte. Leonardo brachte weniger Erfahrung auf absolutem Topniveau mit, dafür aber enormen Momentum, eine sich rasant entwickelnde Trickliste und den Ruf, in starkem Wind keinerlei Angst zu kennen.

Format mit hohem Druck und kurzer Dauer

Das Finale mit drei Ridern komprimierte die Entscheidung auf einen kurzen Zeitraum mit begrenzter Anzahl an Wertungsversuchen, ergänzt durch einen Overall-Impression-Score. Dieses Format belohnt Entscheidungen: Die Fahrer müssen die richtigen Kicker finden, Manöver wählen, die Schwierigkeit und Konstanz ausbalancieren, und ihre Zeit im Heat effizient nutzen.

Judging zwischen Risiko und Kontrolle

Im Finale zogen beide Casati-Brüder extrem risikoreiche Manöver in großer Höhe. Van Dijk erhöhte mit seinem kraftvollen Signature-Stil den Druck zusätzlich. Die Judges mussten nicht nur bewerten, wie hoch oder wie weit die Rider flogen, sondern auch, wie sauber sie jeden Versuch ausführten und landeten.

Instagram • Schlüsselmomente aus dem Finale

Als am Ende des Finals das Horn ertönte, wirkte das Ergebnis nicht wie ein einseitiger Durchmarsch. Lorenzos Vorsprung ergab sich aus kleinen Unterschieden in Konstanz, Landungsqualität und Heat-Management – nicht aus einem massiven Abstand in reiner Sprunghöhe. Das Bild der beiden Brüder gemeinsam auf dem Podium in Kapstadt, der eine mit dem zweiten Titel, der andere als Beweis seiner Ankunft im absoluten Topfeld, dürfte zu den prägenden Erinnerungen der Ausgabe 2025 gehören.

4. Warum Lorenzo gewann: Höhe, Kontrolle und Ausführung

Auf dem Scoresheet erscheint Lorenzos Sieg als Summe einzelner Trick-Scores plus Impression-Score. Auf dem Wasser war er das Ergebnis einer Reihe von Entscheidungen: Linienwahl, Risikomanagement und Ruhe im böigen Wind.

Das Meer lesen und Kicker auswählen

Kite Beach lieferte steile, kurzperiodische Kicker, die einen Sprung entweder pushen oder komplett aus dem Gleichgewicht bringen können. Lorenzos Heat-Management war geprägt von bewusster Positionierung, mit klarem Fokus auf sauberere, besser geformte Rampen. So konnte er seine Loops an Punkten einleiten, die maximale Höhe ermöglichten und zugleich genug Raum für kontrollierte Landungen nach Lee ließen.

Hohes Risiko mit Landungsquote balancieren

Viele Rider in der 2025er-Ausgabe gingen extrem hoch, aber deutlich weniger fuhren ihre härtesten Versuche auch konsequent aus. Lorenzos Trickauswahl setzte auf große, technische Manöver, bei denen die Landungsqualität trotzdem Priorität hatte. Die weicheren, kontrollierten Touchdowns signalisierten den Judges klar, dass es sich um bewusst gewählte, reproduzierbare Tricks handelte – und nicht um knappe Rettungsmanöver.

Mentale Stärke unter direktem Druck

Auf diesem Niveau zu performen, während der eigene jüngere Bruder parallel um denselben Titel mitfährt, bringt eine zusätzliche psychologische Komponente mit sich. Im Finale wirkte Lorenzo durchgehend gefasst: Er nahm sich Zeit zwischen den Versuchen, prüfte die Bedingungen neu und ging nur dann all-in, wenn sich wirklich eine passende Rampe bot.

In einem Feld, in dem viele Fahrer extrem hoch springen können, entscheiden immer feinere Details über Sieg und Niederlage. 2025 waren diese Details Lorenzos Fähigkeit, Höhe, technische Schwierigkeit und kontrollierte Landungen innerhalb der engen Zeitlimits des Heats zu kombinieren.

Casati-Fakten zur Einordnung

  • Lorenzo hält nun zwei Red-Bull-King-of-the-Air-Titel in Kapstadt – getrennt durch mehrere Saisons mit konstanten Podiumsleistungen.
  • Sein erster Sieg 2022 kam kurz nach seinem 17. Geburtstag und machte ihn zum jüngsten Champion in der Geschichte des Events.
  • Den Titel 2025 holte er mit seinem jüngeren Bruder im selben Finale – ein Beleg für individuelle Konstanz und die außergewöhnliche Dichte an Talent innerhalb einer Familie.

5. Wind, Wellen und Bedingungen vor Ort

Die Bedingungen am Kite Beach sind entscheidend, um den Charakter jeder King-of-the-Air-Ausgabe zu verstehen. 2025 war das Event erneut auf den sogenannten „Cape Doctor“ angewiesen – den starken Südostwind, der die Sommermonate in Kapstadt prägt – um das Wettbewerbsfenster zu öffnen.

Wind: starker südöstlicher Cape Doctor

In den entscheidenden Heats wurde der Wind auf etwa 30–40 Knoten geschätzt, mit stärkeren Böen weiter draußen. Dieser Bereich ist typisch für King of the Air und Voraussetzung für die extreme Höhe in den Finalrunden.

See­zustand: kurze, steile Kicker

Ein moderater bis solider Swell formte steile Rampen nahe der Küste. Richtig getimt, wurden diese zu idealen Sprungschanzen; schlecht gewählte Sektionen führten hingegen zu instabilen Absprüngen oder schwierigen Landungen im turbulenten Wasser.

Publikumsatmosphäre

Wie in den Vorjahren füllten sich die Dünen von Bloubergstrand mit Locals, reisenden Kitern und allgemeinem Publikum. Die Kombination aus starkem Wind, Sand und langen Beobachtungsphasen macht das Event atmosphärisch eindrucksvoll, aber körperlich durchaus fordernd für alle, die vom Strand aus zuschauen.

Für Rider: Sicherheit und realistische Progression

Die Manöver der Casati-Brüder und der anderen Finalisten spiegeln Jahre strukturierten Trainings, professionellen Coachings und sorgfältiger Risikoabwägung wider. Sie sollten nicht als direkte Referenz für fortgeschrittene Freizeitfahrer ohne vergleichbare Vorbereitung verstanden werden. Wer sich im Big Air bei Starkwind weiterentwickeln möchte, sollte dies Schritt für Schritt tun – mit geeigneter Schutzausrüstung, lokaler Anleitung und einem klaren Verständnis für Strömungen, Felsen und Shorebreak entlang der Küste von Kapstadt.

Instagram • King of the Air 2025

6. Die Highlights im Video

Bewegtbild ist entscheidend, um die Dimension der Sprünge und die Geschwindigkeit der Entscheidungen bei King of the Air wirklich zu verstehen. Das offizielle Highlight-Video bietet einen kompakten Überblick über die Schlüsselmomente der Ausgabe 2025.

Video: Highlights von Red Bull King of the Air 2025 via YouTube. Sämtliches Bildmaterial und alle Rechte liegen bei den ursprünglichen Urhebern und den Event-Organisatoren.

Beim Anschauen lohnt es sich, zu vergleichen, wie Lorenzo und Leonardo mit denselben Bedingungen umgehen. Lorenzo wirkt insgesamt kontrollierter und „abgeklärter“, während Leonardo eher mit Körperposition und Timing experimentiert. Beide Ansätze bewegen sich jedoch auf einem Level, das bei 30–40 Knoten praktisch keinen Fehlerspielraum mehr lässt.

7. Was dieses Ergebnis für das italienische Kiteboarding bedeutet

Für das italienische Kiteboarding steht der King-of-the-Air-Podestplatz 2025 für mehr als nur einen Einzelerfolg. Er zeigt, dass Fahrer aus einem Land, das man traditionell mit Binnenseen und Mittelmeerstränden verbindet, an einem Spot gewinnen können, der für einige der anspruchsvollsten Wind-Wellen-Kombinationen der Welt bekannt ist.

Mehrjährige Präsenz in Kapstadt etablieren

Lorenzos Weg in Kapstadt ist kein Ausreißer. Er umfasst frühe Teilnahmen am Event, seinen Titel 2022 und nun eine zweite Krone 2025. Dieses Niveau über mehrere Saisons zu halten, deutet auf ein tiefes Verständnis der lokalen Windmuster, des Swell-Verhaltens und der Wettbewerbsformate hin.

Einfluss auf kommende italienische Rider

Für jüngere italienische Fahrer dürfte das Bild zweier Brüder, die sich ein King-of-the-Air-Podium teilen, enorm motivierend wirken. Es zeigt sehr konkret, dass es einen Weg vom Training auf europäischen Spots wie dem Comer See, Sardinien oder den Kanaren bis hin zur medienstärksten Big-Air-Bühne des Sports gibt.

8. Reiseplanung: das Event live erleben

Ein besonderes Merkmal von King of the Air ist sein öffentliches Setting: Kite Beach bleibt ein frei zugänglicher Strand, die Dünen dienen als natürliche Tribüne. Für alle, die einen Kapstadt-Trip rund um das Eventfenster planen, sind die folgenden praktischen Punkte hilfreich.

Reisezeit und Eventfenster

King of the Air wird in der Regel innerhalb eines mehrtägigen Windfensters ausgetragen, nicht an einem einzigen, festen Datum. Besuchende sollten mehrere Tage in Kapstadt einplanen, um die Chancen zu erhöhen, dass ihr Aufenthalt mit den von den Organisatoren gewählten Cape-Doctor-Tagen zusammenfällt.

Komfort auf den Dünen

Starker Wind, Sand und Sonne gehören zum Paket. Sonnenbrille, Sonnenschutz, eine Kappe oder Kapuze, die im Wind bleibt, sowie eine leichte Jacke für den späten Nachmittag sind empfehlenswert. In der Mittagssonne kann es warm werden, doch sobald der Schatten des Tafelbergs länger wird, kühlt es spürbar ab.

Allgemeine Sicherheit & Transport

Wie bei jeder größeren Menschenmenge ist es sinnvoll, Wertsachen nicht offen zu zeigen, in ausgewiesenen Zuschauerbereichen zu bleiben und abgelegene Parkplätze nach Einbruch der Dunkelheit zu meiden. Viele Besucher nutzen Ride-Sharing-Apps oder fahren in Gruppen zum Strand und zurück – besonders, wenn sie die Stadt noch nicht gut kennen.

Für viele Zuschauer kombiniert ein gelungener Besuch den Contest mit eigenen Sessions an anderen Spots an der Westküste oder mit Zeit, um weitere Teile Kapstadts zu erkunden. Wenn die Bedingungen passen, kann allerdings schon ein einziger King-of-the-Air-Tag auf den Dünen zu einem der prägendsten Erlebnisse einer Windsport-Reise werden.

9. Quellen & weiterführende Links

Wer sich zu offiziellen Formaten, Heat-Ladders, Sicherheitsinfos oder detaillierten Rider-Backgrounds einlesen möchte, kann mit den folgenden Links starten:

Die offiziellen Red-Bull-Kanäle bleiben die maßgebliche Referenz für finale Ergebnisse, Eventformate, Regeländerungen und Sicherheitsanforderungen.

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