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Kennst du schon den Shipwreck Hiking Trail bei Olifantsbos (Cape Point)?

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November 10, 2025

Foto mit freundlicher Genehmigung von Dr. Tina Koziol

Cape Point • Natur & Geschichte

Erkunde den Shipwreck Hiking Trail bei Olifantsbos (Cape Point)

Eine kurze Küstenwanderung mit großer Kulisse und noch größeren Geschichten: Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg, windgepeitschtes Fynbos, Strauße am Strand und das „Kap der Stürme“ in seiner wildesten Form. Hier erfährst du, wie lange es dauert, für wen sich die Tour eignet, was sie kostet, wann man gehen sollte, Routenoptionen, Karte, Sicherheit und clevere Packtipps.

Kurzfassung: Vom Parkplatz Olifantsbos den gelben Markierungen zur Küste folgen und an einem sandigen Ufer zur berühmten SS Thomas T. Tucker (gestrandet 1942) wandern. Für die längere Runde bis zur SS Nolloth (1965) weitergehen und auf einem Inland-Gratpfad zurückkehren. Rechne mit 3–6 km und etwa 1,5–3 Stunden, je nach gewählter Schleife. Der Zugang erfolgt über das Tor zum Cape of Good Hope (Cape Point); Naturschutzgebühren fallen an (bargeldlos). [2] [1]

Distanz: 3–6 km (Rundweg) Zeit: 1,5–3 Std. Einstufung: Leicht–Mittel (Sand & Stege) Wildtiere: Strauß, Bontebok, Zebra Gebühren: bargeldlos am Tor

Für wen geeignet

Dies ist der zugänglichste historische Spazierweg im Reservat von Cape Point: breite Pfade, Stegabschnitte, lange Sandpassagen und sehr sanfte Anstiege. Ideal für Besucher, die dramatische Atlantik-Kulisse ohne ganztägigen Bergmarsch wollen; Familien mit geduldigen Kindern (Kinderwagen sind im Sand nicht geeignet); Fotofans; Liebhaber der Seefahrtsgeschichte; und Birdwatcher. Unterwegs sieht man oft Strauße, Bontebok, Kap-Bergzebras und Schildkröten, die im Fynbos hinter dem Strand weiden. [4]

Wie lang & wie anstrengend?

Von Olifantsbos aus gibt es zwei klassische Wahlmöglichkeiten:

  • Kurze Runde (~3 km, ±1,5 Std.): Parkplatz → Küste → Thomas T. Tucker → über den Inland-Pfad zurück. Als leicht eingestuft; kaum Höhenmeter. Mehrere Guides nennen ±3 km und ~90 Minuten. [2]
  • Längere „Shipwreck Circuit“ (~5–6 km, 2–3 Std.): Hinter der Tucker bis zur Nolloth weitergehen, dann über den Inland-Grat zurück. Manche Routenlogs zeigen je nach Abzweig Varianten von 5–8 km. [5]

AllTrails-Nutzer zeichnen zudem eine beliebte Runde von etwa 5,3 km mit leichtem Auf und Ab und ±115 m Gesamtanstieg auf—für die meisten Spaziergänger immer noch klar eine leichte bis mittel-schwere Tour. [3]

Beste Zeit (Jahreszeit, Wind & Gezeiten)

Jahreszeit: Kap-Frühling und -Herbst (Sep–Nov, Mär–Mai) sind die Sweet Spots: klare Morgen, frische Luft und geringere Feuer- und Windrisiken. Der Sommer ist ebenfalls gut—starte nur früh, um die Mittagssonne und den Südost „Cape Doctor“ zu vermeiden. Der Winter kann an ruhigen, sonnigen Tagen magisch sein, bringt aber Fronten und höhere Brandung.

Wind & Exposition: Der Weg ist sehr exponiert. Bei starkem SE oder SW ist am Strand mit Sandstrahlen und auf dem Grat mit Böen zu rechnen. Die Gegend ist sogar ein bekannter Surfspot—der Ruf als „Cape of Storms“ ist verdient—also eine verlässliche Prognose checken und früh los. [4]

Gezeiten: Der Großteil ist bei normalen Gezeiten gut begehbar, aber hohe Flut und auflandige Winde können dich an Felsnasen zusammendrücken—besonders hinter der Tucker Richtung Nolloth. Im Zweifel die kurze Runde gehen oder früh auf die Inland-Variante wechseln.

Kosten, Tor-Infos & Wild Card

Olifantsbos liegt im Bereich Cape of Good Hope (Cape Point) des Table Mountain National Park. Am Haupttor zahlst du eine tägliche Naturschutzgebühr (bargeldlos: nur Karte). Südafrikaner: R110 Erwachsene / R55 Kinder. SADC: R225 / R115. International: R515 / R250. Gültig 1. Nov. 2025–31. Okt. 2026 (Änderungen vorbehalten). [1]

Gut zu wissen: Die Tore Cape Point und Boulders sind bargeldlos; Karte mitbringen. Offiziell wird zudem ID für lokale Tarife bzw. SADC-Pässe für Regionaltarife geprüft. [1]

Wenn du mehrere SANParks im Jahr besuchst, lohnt sich eine Wild Card (Jahreszugang zu Partnerparks—Tagesgebühren bei gültiger Karte erlassen). [1]

Routenbeschreibung (kurze & längere Runde)

Start: Parkplatz Olifantsbos

Am Ende der Zufahrtsstraße Olifantsbos den gelben Markierungen folgen, die durch Küstengras und Fynbos zum Strand führen. Nach wenigen Minuten stehst du im Sand—Atlantik rechts, niedrige Dünen links. Der Weg ist intuitiv—große Teile sind einfach der Strand selbst. [2]

Kurze Runde zur Thomas T. Tucker (~3 km)

Am Strand südwärts zu verdrehten Stahlteilen und Platten—den Überresten der SS Thomas T. Tucker. Der Kessel liegt höher im Sand, andere Teile näher an der Brandung. Nimm dir Zeit zum Schauen; dann über den Inland-Gratpfad (beschildert) zurück, der mit großen Blicken über die Bucht zum Parkplatz führt. [2]

Längere Runde zur Nolloth (~5–6 km)

Hinter der Tucker um die nächste Felsbucht zur SS Nolloth, einem 347-Tonnen-Holländischen Küstenfrachter, der 1965 an Albatross Rock auflief—große Teile sind vom Strand aus noch sichtbar. Von hier kurz hinter dem Wrack ins Inland abbiegen und dem Gratweg zurück nach Olifantsbos folgen; oder weitergehen und Wege Richtung Sirkelsvlei verknüpfen, wenn du einen längeren Tag planst (nur für fitte, vorbereitete Wanderer). [5]

Interaktive Kartenübersicht

Marker zeigen Startpunkt und Küsten-Highlights; Wrackpositionen sind annähernd und können sich mit der Sandbewegung verändern.

Ausrüstung: Was mitnehmen?

  • Wasser: 1–1,5 L pro Person (im Sommer mehr). Es gibt keine Trinkwasserstellen entlang der Route.
  • Sonne & Wind: Hut, Sonnenbrille, SPF 30+, leichte Windjacke—auch an warmen Tagen.
  • Schuhe: Griffige Trailschuhe oder leichte Stiefel (Sand + teils rutschiger Fels).
  • Navigation: Die Route ist offensichtlich, dennoch Handy/GPS geladen mitnehmen; wer Papier mag, holt sich eine gedruckte Karte in Buffelsfontein. [2]
  • Extras: Snacks, kleines Erste-Hilfe-Set, Kamera/Fernglas und einen Beutel, um sämtlichen Müll mitzunehmen.

Sicherheit: Brandung, Wind, Wildlife & Kriminalität

Ozean & Brandung: Überraschende Wellen und rutschige Felsen sind die eigentlichen Gefahren—bei Windtagen Abstand zur anrollenden Gischt halten (besonders an felsigen Vorsprüngen). Surfer kennen Olifantsbos für kräftige Atlantik-Swell; wenn das Meer wütend aussieht, ist es das auch. [4]

Wind & Exposition: Es gibt kaum Schatten. Im Sommer früh starten; bei angekündigtem Sturm lieber eine geschütztere TMNP-Tour wählen.

Wildtiere: Straußen weiten Abstand geben; nicht für Fotos annähern. Paviane niemals füttern (auf dieser Westseite selten, aber möglich). Begegnungen mit Bontebok/Zebras sind meist unproblematisch—immer auf Distanz bleiben. [4]

Allgemeine Kriminalität: Pfade in Cape Point verzeichnen deutlich weniger Vorfälle als die stadtseitigen Berge, dennoch gesunden Menschenverstand anwenden: zu zweit/in Gruppen wandern, jemandem die Route mitteilen und Wertsachen verdeckt tragen. Manche Guides empfehlen einen optionalen WhatsApp-„Safety Tracking“-Check-in auf den Wrackpfaden—nutzen, falls verfügbar. [2]

Wrackgeschichte: Thomas T. Tucker & Nolloth

SS Thomas T. Tucker (1942): Ein US-Liberty-Schiff auf Jungfernfahrt Richtung Suez lief am 27. Nov. 1942 bei dichtem Nebel vor Olifantsbos auf Grund—mutmaßlich nach Kompassfehler und Küstennavigation zur U-Boot-Meidung. Das Wrack liegt in mehreren Sektionen am Strand und in den Felsen; der Kessel ist oft über dem Sand sichtbar. Glücklicherweise gab es keine Todesopfer. [6]

SS Nolloth (1965): Ein niederländischer Küstenfrachter, der Albatross Rock rammte und nahe Olifantsbos strandete; Teile des Rumpfs sind deutlich zu sehen und ein natürlicher Rastpunkt, bevor man ins Inland abbiegt. [5]

Was du nicht findest: Trotz der reichen Geschichte sind vor Ort nur wenige Infotafeln vorhanden; der meiste Kontext findet sich online—lies vorab kurz nach, wenn dich die Wrackhistorie interessiert. [2]

Übersichtstabelle: Routenwerte

📱↔️ Tipp: Für Details das Handy quer halten.
RoutenoptionDistanzHöhenmeterTypische ZeitSchwierigkeitHighlights
Kurze Runde (Tucker) ~3 km <150 m ~1,5 Std. Leicht Schneller Zugang zur Tucker, breite Strände, Gratblicke ins Inland. [2]
Shipwreck Circuit (Tucker → Nolloth) ~5–6 km (Varianten bis ~7–8 km) ~100–150 m 2–3 Std. Leicht–Mittel (Sandlaufen) Zwei Wracks, WW2-Relikte, Fynbos & Seevögel. [5]
AllTrails-Runde (beliebte GPX) ~5,3 km ~115 m ~1–1,5 Std. (schnelle Gruppen) Leicht–Mittel GPS-freundliche, gut begangene Variante. [3]

Quellen

Vor der Tour stets die aktuellen Öffnungszeiten am Tor, Naturschutzgebühren und das Wetter prüfen. Respektiere den Ozean und halte dich bei Brandung von Felsvorsprüngen fern.

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